Protokoll des Vortrags zum Bienensterben

Frau Dr. Miriam Stock stellte sich als Biologin mit dem Forschungsschwerpunkt des Artensterbens der Bienen vor.

Die Honigbiene und die Wildbienen sind die wichtigsten Insekten in unseren Gärten. Seit Jahren sind die Populationen der Honigbienen und der Wildbienen jedoch einem starken Bienensterben ausgesetzt.

Die Honigbiene ist aus dem Leben der Menschen nicht wegzudenken, jedoch ist der Bestand der Bienen seit Jahren in Gefahr. Seit einiger Zeit kommt es periodisch und flächendeckend zu einem bedrohlichen Rückgang von Bienenvölkern. Im Winter 2005 gab es in den USA ein mysteriöses Massensterben, dem rund 80 Prozent aller Bienen zum Opfer fielen. Auch in Deutschland waren in den vergangenen 10 bis 15 Jahren signifikante Rückgänge bei Bienenvölkern zu beobachten.

Grafik: http://www.bee-careful.com/de/initiative/warum-sind-bienen-so-wichtig/ 

Die Ursache bei den Imkern in USA ist mit Sicherheit die Art der Haltung und die mit der großen Anzahl der Völker eine schnell zu erwartende Inzucht.
Um die riesigen Plantagen zu bestäuben, werden auf 20 t Lastern hunderte von Bienenvölkern in die Felder gestellt. Durch die Nähe der einzelnen Völker ist es ein Leichtes für die Vermehrung von Schädlingen und der Ansteckung der anderen Völker. Durch die einseitige Ernährung wird das Immunsystem der Bienen geschwächt.  Auch die Inzucht schwächt das Immunsystem.

Die nebenstehende Grafik zeigt sehr deutlich den Rückgang der Bienenvölker in Deutschland.

Gab es 1950 über 2,5 Mio. Völker sind es in 2010 nur noch 0,6 Mio

Grafk: https://bienesuchtbluete.files.wordpress.com/2014/11/anzahl-bienenvoelker_141205.jpg

Eine alleinige Ursache für den Rückgang der Bienenvölker konnte noch nicht ausgemacht werden – es gibt noch viel Arbeit für die Forschung.

Bei den Wildbienen sieht die Situation noch schlimmer aus. Da sich der Imker bei Erkrankungen um die Gesundheit der Bienen kümmern kann, stehen die Wildbienen alleine da.

Mit dem Bienensterben kommt es auch zu einem Einbruch der Ernten.
Hier ein Schaubild:
http://www.bee-careful.com/site_media/uploads/warum-sind-bienen-wichtig.png

Neben Kuh und Schein ist die Biene das 3. wichtigste Nutztier in der Landwirtschaft.

Grafik: http://www.bee-careful.com/site_media/uploads/bienen-sind-wichtg-2.png

 Was bei aller Information über das Bienensterben meist nicht gesagt wird ist noch weit ärger. Es handelt sich um eine Verknappung des Saatgutes. Damit wir Karotten säen können bedarf es der Befruchtung der Karottenblüte, um Samen zu gewinnen.

Was sind nun die Ursachen des Bienensterbens?

Es scheint sich um 3 wesentliche Problemfelder zu handeln.

Varroamilbe 

In der Regel kommt ein gesundes Bienenvolk mit den meisten Krankheiten zurecht. Die Varroamilbe jedoch befällt die Bienen und kann sie stark schwächen. Der winzige Parasit vermehrt sich auf der Brut, ernährt sich vom Blut der Bienen und überträgt über die Bisswunden weitere Krankheitserreger, sodass sich besonders gefährliche Viren-Varianten verbreiten und viele Völker schnell auslöschen.

Um einer Inzucht vorzubeugen benötigt es frisches Blut. Durch Einfuhr von weit entfernten Ländern erhoffte man sich einer Inzucht erfolgreich entgegen zu treten. Leider waren die Bienen in Indonesien mit dieser Varroamilbe infiziert. Heute ist nur noch Australien von der Varroamilbe verschont.

Unterernährung und Fehlernährung

Der zunehmende Aufbau von Monokulturen und die Reduktion von landwirtschaftlichen Flächen vermindert die Vielfalt des Nahrungsangebots für Bienen. Wie auch wir Menschen brauchen Bienen eine vielseitige Ernährung – das macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten.

Der Einsatz von Pestiziden in der Agrarwirtschaft macht den Bienen ebenfalls zu schaffen. Diese Giftstoffe wirken sich nicht nur auf den Honig aus, sondern beeinflussen darüber hinaus das Nervensystem der Insekten und ihre natürliche Orientierungsfähigkeit (Beeinträchtigung der Lernfähigkeit) und können ihre Lebensdauer und Fortpflanzung beeinträchtigen.

Trachtlücken

= Lücken in der Nahrungsversorgung für die Bienen.

Oft blühen die einseitig angepflanzten Nutzpflanzen nur kurze Zeit und lassen die Bienen das restliche Jahr über Hunger leiden. Auch private „ordentliche“ grüne Gärten ohne Blumen oder nur mit Zierpflanzen bieten unseren Bienen keine Nahrung. 
Gerade die Gärten, Balkone können helfen diese Trachtlücken zu schließen. Wenn wir den Bienen entsprechendes Futter zur Verfügung stellen können die Hungerphasen geschlossen werden.

Ein Blühkalender (Trachtkalender) ist hier sehr hilfreich. Siehe hier!

Besonders die beliebten Küchenkräuter sind hier zu erwähnen und sie können selbst auf einem kleinen Balkon gut gezogen werden.

Als Daumenregel für gute Trachtpflanzen gilt:

  • viele Blüten (auch an die Korbblütler denken)
  • aromatische Blüten (à Kräuter)
  • offene Blüten

Keine Trachtpflanzen sind

  • windbestäubte Pflanzen (Gräser, Gertreide, ect.)
  • nicht einheimische Pflanzen (Magnolie, Forsythie …)
  • Schmetterlings- und Käferpfanzen wie z.B. der Holunder

Natürlich tragen, wie oben bereits beschrieben, auch die Pestizide zum Sterben der Bienen bei. Glyphosat ist in aller Munde, aber keiner denkt dabei daran, dass die Ameisen-Köderdosen und das Ameisenpulver ebenfalls die Bienen anlocken und sie töten.

Wie sollte der bienenfreundliche Garten aussehen?

  • einen Blumenwiese
  • einen Blühstreifen im Rasen
  • ein Insektenhotel (Bohrung in der Rinde, 2-8 mm groß, keine Ziegelsteine, und keine ausgefransten Schliffrohre, Zapfen.
    Damit aus dem Insektenhotel keine Insektenrestaurant wird sollte das Schutzgitter einen Abstand zu den Löchern haben, da sonst die Vögel die Tiere leicht herauspicken können.
  • Die Blühstände sollten im Herbst nicht abgeräumt werden, sondern als Unterschlupf für die Insekten bis zum Frühling verbleiben.
  • Wasserpfützen helfen besonders bei den trockenen Sommer, dass sich die Insekten laben können.

Auch sollte man die allgemeinen Regeln des Umweltschutzes beachten!

Damit endete der hervorragende Vortrag.

Wer noch mehr Informationen möchte kann sich auf der Seite
http://www.bee-careful.com
umsehen.

Neuwahl

Wie sie der Seite Vorstandschaft entnehmen können haben wir eine neue Vorstandschaft. Die meisten Mitglieder der Vorstandschaft sind neu.

Daher geht mein Aufruf an alle Mitglieder des OGV Saal: „Helft mit, denn nur gemeinsam ist ein Verein stark!“

Ein Verein wird nicht von den Mitgliedsbeiträgen getragen, sondern von den Mitgliedern selbst. Jeder einzelne kann und hat seinen Beitrag zur Gemeinschaft zu tragen. Das kann tatkräftig als Gerätewart sein oder man kann langjähriges Wissen einbringen, das einen Verein vorwärts bringt.

Steht uns weiterhin bei. Wir nehmen gerne und dankbar jede Idee, jede Vorstellung und jeden Gedanken auf der uns hilft dem Verein wieder zu Größe und Kraft zu bringen.

Du bist gefragt – denn nur du kannst uns helfen!

Franz Seidl

 

Jahreshauptversammlung

Ein offenes Wort zur Jahreshauptversammlung am 6. Aprl um 15:00 Uhr mit Neuwahlen.

Es ist sicher nicht leicht sich zu entscheiden ein Ehrenamt zu übernehmen. Dennoch lebt die Gemeinschaft von, mit und durch die Vereine. Verantwortung in einer Vorstandschaft fordert auch Zeit, sicher der Partner die Partnerin muss das mittragen.

  • Doch diese Arbeit bringt auch etwas Respekt in der Gesellschaft ein.
  • Es gibt eine gewisse Befriedigung etwas geschaffen zu haben,
  • mitgewirkt zu haben am Ort in der Gesellschaft in der wir uns tagtäglich begegnen.
  • Das Leben in und mit der Gemeinschaft zu gestalten.
  • Gerade im Alter wird man von vielen Menschen nicht mehr wahrgenommen doch steckt gerade im Alter viel Wissen, das der Jugend verloren geht, wenn wir sie ihnen nicht weitergeben und es gibt sie die Jugend die das gärtnern wieder entdecken möchte. 

Sei aktiv dabei dein Leben und das Leben in Saal zu zu gestalten und zu formen.

Wir brauchen dich – Sei dabei! Melde dich bei uns 80255 für ein Ehrenamt.
1. oder 2. Vorstand, Beisitzer, Gerätewart oder einfach nur als Pflanzenexperte für die Stammtische, die Infoveranstaltungen. Gib dein Wissen weiter an die jüngere Generation. Zeige deine Talente.

Es kann doch nicht sein, dass man im Fernsehn den Menschen zeigen muss wie man einen Samen in die Erde steckt, ihn gießt und daraus ein Kräutlein wachsen lässt. Bücher über den Anbau von Kräutern oder Gärtnern auf den Balkon, mit einfachsten Anleitungen, sprießen wie Schwammerln aus dem Boden. 
Sind wir denn in „unserer Entwicklung“ schon so weit gesunken, dass wir die einfachsten Dinge des Lebens nur noch in „einer Einsamkeit“  aus dem Internet, dem TV und bunten Büchern lernen.

Komm zum OGV lerne mit uns und gestalte mit uns! Das Leben bietet so viel, finde es!

Der Kassier Franz Seidl

Herbstversammlung

Die Mittelbayerische hat einen schönen Artikel zu unserer Herbstversammlung veröffentlicht.

Der Artikel kann hier gelesen werden.


Sie möchten aktiv sein und den OGV Saal aktiv mit Ihren Ideen unterstützen,
dann ist das Ehrenamt der 2. Vorständin, des 2. Vorstands, sicher ein
lohnenswertes Ziel.

Melden Sie sich bei Frau Dagmar Köbler: Tel.: 80426

Oder hier online im Formular


 

Was im Garten wachsen kann

Vor kurzem bin ich von einem Mitglied des OGV Saal gefragt worden, ob ich nicht ein paar besondere Blumen fotografieren möchte.

Ja schon habe ich gesagt und dann war ich verwundert was ich zu sehen bekam.

Knabenkraut 
eine heimische Orchidee

        

Frauenschuh

                 

Iris

        

Copyright aller Bilder bei Fotostudio Daniela Lange
Mehr Bilder auf Die Kunst des Moments

weitere herrliche Blüten

        

        

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Giersch

Wer kennt dieses Unkraut nicht?

Hat man Giersch einmal im Garten ist es sehr schwierig es wieder loszuwerden. 
Außer, außer man isst den Giersch auf.

Da er im Frühjahr sehr bald seine Blättchen aus dem Boden schauen lässt, kann man diese einsammeln und dem faden Treibhaussalat als schmackhaftes Kräutlein hinzufügen.

Später kann man damit den Spinat oder Mangold strecken. Gibt man noch eine gewisse Menge Brennessseln hinzu so hat man nicht nur eine leckere, sondern auch eine sehr gesunde Mahlzeit auf den Tisch gebracht.

Da nur die jungen Blätter schmackhaft sind kann man den Giersch immer wieder abmähen.Die unbändige Wuchskraft des Giersch treibt immer wieder neu aus.

Da diese Pflanze nun schon einige Zeit als Nahrungsmittel bekannt ist gibt es auch gute Rezepte. z.B. hier.

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Unkraut

Unkraut ist wohl neben den Nacktschnecken das größte Übel in unseren Gärten?

Mit nichten, denn nicht alles was wir heute in unseren Gärten anbauen, hegen und pflegen war schon immer eine Kulturpflanze. Vieles davon war Unkraut und manches ist es auch heute noch.

Die wohl jüngste Pflanze, die den Weg in unsere Gärten gefunden, ist der Löwenzahn. Diese Pflanze kam als Ruccola in den Garten und dann auch noch auf den Tisch.

„Ich ess doch nicht eure Muichschackln. De kinnts de Hosn gem!“


Als die Großmutter meiner Frau beim Bauern, bei dem sie arbeitete, einen feinen Ruccolasalat serviert bekam weigerte sie sich die Züchtung aus dem Löwenzahn zu essen mit folgenden Worten: 

Der Löwenzahn wird wohl in Kürze auch zu Gummi für die Autoreifen verarbeitet. Ihm steht wohl eine große Zukunft bevor. Er verdankt seiner weiten Verbreitung mit Sicherheit der Überdüngung der Felder, denn vor knapp über 100 Jahren war er sehr selten.

Sicher weiß heute kaum einer mehr, dass im 19. Jahrhundert der Feldsalat, der Kubaspinat und der Portulak ebenfalls aus dem Stand des Unkrauts entstiegen und in den Gemüseanbau einbezogen wurden.

Roggen und Hafer waren einst Unkräuter in den Weizenfeldern der ersten sesshaften Bauern im Nahen Osten. Senf, Rauke, Bohnen, Linsen, Erbsen, Hanf, Mohn, Kohl, Mangold, Zuckerrüben, Chilipfeffer und Tomaten waren einst ebenfalls Unkräuter, die sich der Pflege der Menschen anvertrauten.

Heute wird mit dem Sauerampfer, den wir als Kinder gerne gegessen hatten, experimentiert. Sauerampfer in den Frühlingssalat peppt die geschmacklosen Blätter von Kopfsalat aus dem Gewächshäusern so richtig auf und hilft mit anderen Unkräutern gut gegen die Frühjahrsmüdigkeit.

Der Giersch ist eine der Pflanzen, die sich kaum aus dem Garten vertreiben lässt. Es sei denn man isst sie einfach auf. Gemischt mit Brennnessel und Spinat oder Mangold gibt es eine leckere Beilage. Man nimmt die jungen Triebe. Damit man immer genügend davon hat muss man nur immer wieder drüber mähen.

Zu Unkraut ein Video von Wolf-Dieter Storl.

 

 

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Brennnessel

Die Brennnessel spielt eine wichtige Rolle für den naturnahen Gärtner oder Bauer. Überall, wo sie wächst, hinterlässt sie einen guten, ausgeglichenen Boden. Sie gilt unter Kennern als hervorragende Humusbildnerin. Schauen wir uns nun einmal näher an, was der kluge Gärtner alles mit der Brennnessel so anfangen kann:

  • Die Brennesseljauche, diese düngt nicht nur kräftig die Gemüsepflanzen, sondern macht sie auch gegen Schädlings- und Pilzbefall widerstandsfähiger. Das Düngen mit dieser Jauche verändert die Zusammensetzung der Säfte in den Kulturpflanzen, so dass sie den Insekten nicht mehr so gut schmecken. Ein alter Gärtner erzählte mir, er habe sogar beobachtet, wie durch diese Behandlung die Ameisen aktiver wurden und auf Raupenjagd gingen. Die Brennnesseljauche stinkt entsetzlich, aber wie das Sprichwort sagt: Was stinkt, das düngt!
  • Bei Stängelfäule, welche die jungen Pflanzen im Frühbeet umkippen lässt, bei Mehltau und anderem Pilzbefall ist ein Brennnesseltee das geeignete Mittel.
    Der Aufguss, mit Zusatz von einem Teil Schachtelhalm und einem Teil Kamille, wird zur Vorbeugung auf die gefährdeten Pflänzchen gesprüht. Die alten Kräuterkundigen würden wohl zu dieser Wirkung sagen, dass der feurige Mars keine mondhaften Schmarotzer wie Pilze oder Mehltau duldet.
  • Als Nachbarschaftspflanze erhöht die Brennnessel in Heilkräutern den Gehalt an ätherischen Ölen (Philbrick/Gregg 1967: 73). Messungen ergeben folgende Steigerungen des Ölgehalts:
    Baldrian 20%
    Engelwurz 80%
    Majoran 10–20%
    Pfefferminze 10%
    Salbei 10%
  • Kohl, Äpfel, Kartoffeln und andere Gemüse werden im Gemüsekeller länger haltbar, wenn man sie auf Brennesselblätter legt oder sie mit Brennnesseln abdeckt. Grüne Tomaten reifen gut nach und halten sich in Brennnesseln eingewickelt länger.
  • Getrocknete Brennesselblätter, unter das Hühnerfutter gemischt, machen Eidotter schön gelb und schützen das Federvieh gegen Durchfall.

So wird Brennnesseljauche gemacht
Ein nicht metallisches Gefäß bis oben mit Brennnesseln füllen, mit Regenwasser auffüllen und an einen sonnigen Ort stellen. Bald fängt es an zu gären und zu stinken. Eine Handvoll Steinmehl bindet das sich bildende Ammoniakgas. Nach ca. drei Wochen ist die Jauche fertig. Sie wird 1:10 mit Regenwasser verdünnt und um die Pflanzen herum gegossen. Besonders Starkzehrer wie Kohl und Tomaten sind dafür dankbar.

Die Brennnessel ist wohl eines der nützlichsten Pflanzen in unserer Gärten. Sie enthält wertvolle Nährstoffe, besonders viel Eisen und Kalzium, Vitamin A und C und viel Eiweiß. Bekannt ist sie wohl als Tee, denn da hilft sie gegen vielerlei Beschwerden.


Es ist tatsächlich guter Rat, den uns die Kräuterfrau gibt. Brennnesseltee wirkt erwiesenermaßen tonisierend, blutreinigend und blutbildend. Hier ein kurzer Überblick der Indikationen:

Brennnesseltee hilft bei:

  • Ekzemen, Pickeln, schlechter Haut.
  • Diabetes. Der Tee eignet sich als Zusatztherapie bei Zuckerkrankheit, da er die Funktion der Bauchspeicheldrüse günstig beeinflusst und den Blutzucker senken hilft.
  • Erkrankungen der Harnwege. Eine Kur ist angesagt bei Nierensteinen und Harngriesbildung.
  • Verdauungsstörungen. Brennnesseltee wirkt leicht stuhlgangfördernd, tonisiert die Leber und die Galle und kann als Unterstützungstherapie bei Gallenblasenentzündung, Magen- und Darmgeschwüren getrunken werden.
  • Milzleiden. Die Milz ist ein wichtiges Organ des Immunsystems. Sie dient als Auffangstelle für Bakterien, Parasiten, Zelltrümmer, weisse Pulpa und andere Blutverunreinigungen. Auch hier kommt die blutreinigende Wirkung des Tees zum Tragen. Seit der griechischen Antike wurde Brennnessel bei «Drüsenschwellung» verwendet.
  • Allergien. Bei Autoimmunkrankheiten, wenn das Abwehrsystem sich gegen den eigenen Körper wendet, kann eine Brennesselteekur Hilfe leisten.
  • Ermüdungs- und Erschöpfungszuständen, die auf Blutarmut (Anämie) zurückzuführen sind. Die Brennnessel ist ein regelrechtes Eisentonikum, worauf wir noch zu sprechen kommen.
  • Rheuma und Gicht. Diese Stoffwechselerkrankungen haben viel mit der Ansammlung von toten Stoffen und Schlacken im Gewebe zu tun. Der leicht harntreibende Brennnesseltee bringt die Ablagerungen wieder in Bewegung und schwemmt überschüssige Chloride und Harnstoffe aus.
  • Bei Allergien, Raucherbein und Durchblutungsstörungen kann man Brennnesseltee oder eine Abkochung des Krauts als Badezusatz ins Bad geben.
  • Haarwuchsproblemen. Nach dem Shampoo werden die Haare gründlich mit Brennnesseltee gespült. Das kräftigt die Haare.

aus W.D. Storl: Heilkräuter und Zauberpflanzen zwischen Haustür und Gartentor


Wohl ist es nicht bekannt, dass dies wunderbare Gartenpflanze auch eine Heilpflanze ist. Aus einem alkoholischen Auszug der Pflanze gewinnt man ein Elexier gegen Prostatabeschwerden. Dazu muss man nur die Wurzel ausgraben, diese säubern, kleinschneiden, in ein Einmachglas geben und mit 40 % Vodka übergießen, 2–3 Wochen ziehen lassen, gelegentlich schütteln, filtern und in braune Tropfflaschen füllen. Dosierung: 3 mal 20 Tropfen täglich.

Storl weiß auch zu berichten, dass die alten Kräuterkundler der Brennnessel den Mars zuordnen. Das soll auch der Grund sein, dass sie so viel Eisen enthält. Das Eisen der Brennnessel ist von großer biologischer Verfügbarkeit, es kann leicht von unserem Organismus aufgenommen werden. Wir Menschen brauchen Eisen. Als Baustein der roten Blutkörperchen hilft es, den Sauerstoff, der für jede einzelne Zelle lebensnotwendig ist, zu transportieren und zu speichern. Gelegentlich kann es vorkommen, dass Menschen nicht genug von diesem Marselement in sich haben. Sie sind dann blass, lustlos, träge und schlapp: Sie leiden an „Blutarmut“.

Also habt den Mut euch mehr mit der Brennnessel zu beschäftigen.

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Beginn des Gartenjahrs

Im März werden die Tage länger als die Nächte. Der neue Sommer siegt über den alten Winter. Die Wiesen beginnen zögerlich zu grünen, es ist die Zeit in der das eigentliche Gärtnerjahr anfängt. Der traditionelle Stichtag für das neue Gärtnerjahr ist der Tag der Hl. Gertrude (17.März). „Ist Gertrude sonnig, wird’s dem Gärtner wonnig.
Bei der beliebten christlichen Heilige, handelt es sich eine umgetaufte heidnische Frühlingsgöttin. Diese galt als „die erste Gärtnerin“ und Braut des Sommers.
Obwohl die Nächte noch recht kalt sind, folgt man ihr nach und beginnt mit der Aussaat des kältebeständigen Gemüse. Zeigt sich die Gertrude unfreundlich, dann hat der März noch einen weiteren Gärtnerheiligen für uns bereit:
Es handelt sich um den Benedikt, der den Garten schmückt. Sein Tag fällt auf die Tagnachtgleiche (21.03.). Mit dem Benedikt haben wir auch einen guten Termin um die Sommerzwiebeln zu stecken, denn „St. Benedikt mach die Zwiebeln dick.“

Aus dem Newsletter von Wolf-Dieter Storl.

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Veröffentlicht unter März

Die Kartoffel

März

Die vorgekeimten Kartoffeln können jetzt in den Boden gelegt werden.
Der Abstand sollte 60 cm von einander in der Reihe sein. 

Wie alle Nachtschattengewächse ist die Kartoffel eine lunare (dem Mond zugehörige) Pflanze. Man steckt sie, wenn der Mond sich in einem Erdzeichen (Stier, Steinbock, Jungfrau) befindet, wohlmöglich bei Erdferne (Apogäum). Heuer wären der 20.03.2017 oder der 29.03.2017 oder der 07.04.2017 oder der 17.04.2017 oder der 26.04.2017 gute Tage zum Kartoffel stecken.

Als Düngung kommt kalihaltiger Dünger in Frage. Das wäre z.B. Holzasche, gut verrotteten Stallmist und einer bio-dynamischen Hornmistpräparatbehandlung.
Zum Gießen kann man dann noch Jauche von Beinwell benutzen, da diese Pflanze viel Kali enthält.

Nach Wolf-Dieter Storl kann man die teuren Saatkartoffeln auch „äugeln„. Das heißt, jedes Auge (jeder Trieb) mit etwas Fleisch aus der Knolle geschnitten wird. Aus jedem Auge entwickelt sich eine Kartoffelstaude. 
Neben dem, dass man so Geld spart gehen die Wühlmäuse auch nicht so gerne an geäugelte Kartoffel. Um der Kartoffel einen guten Start zu geben kann man die Schnittstelle auch noch in Holzasche drücken.

Nach und nach aufhäufeln nicht vergessen.

Empfehlenswert ist das interaktive Buch von Wolf-Dieter Storl.
Der Selbstversorger – Mein Gartenjahr
Hier findet ihr einen Trailer und eine Leseprobe

Nicht nur ein Buch mit einem Tablet oder Smartphon kann man auch entsprechende Filme zu den einzelnen Arbeitsschritten anschauen.

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