Heimische Wildkräuter

Kurzmitteilung

Let´s talk about …, Baby!

Ja ich meine das Thema über das der Gärtner nicht spricht, jeder hat es nur keiner spricht gerne drüber, Unkraut!

LÖwenzahn OGV Saal Gänseblümchen OGV Saal

Ja das LIEBE Unkraut wem es nicht stört der spricht nicht drüber. Aber es gibt noch genügend Menschen die sich darüber ärgern über das Unkraut im schönen Rasen.

Diese Menschen tun dann alles dagegen, und wenn nichts mehr hilft greift man zu Rasendünger mit Unkrautvernichter, dass solche Produkte nicht sehr gut für die Umwelt sind ist dann auch jedem klar. Ich verstehe auch, dass man ab und zu keinen anderen Ausweg sieht. Deshalb versteht mich bitte nicht falsch, denn ich möchte niemanden auf die Füße treten. Ich bin ja selbst kein Unschuldslamm.

Und naja es ist alles besser als der neueste Trend KUNSTRASEN im Garten.

Doch auch passionierte Gärtner ärgern sich über Unkraut in den Gemüsebeeten. Das geht mir nämlich auch ab und zu so.

Und es ist doch so:

Unkraut ist überall zu jeder Zeit, deshalb ist der Kampf so nervenaufreibend. Auf welcher Wiese findet sich kein Löwenzahn, kein Gänseblümchen oder keine Brennnessel. Auch wenn man den schönsten Rasen der Welt hat, wenn das Unkraut einen der Nachbarn nicht stört, oder ein Feld, Wald oder wilde Wiese in der Nähe ist, ist der Kampf dagegen nahezu sinnlos.

Naja, wenn du nun der glückliche Besitzer eines Gartens auf dem Mond bist, dann … lassen wir den Scherz.

Ein guter Freund hat mir einmal einen Rat gegeben „Wenn dich ein Zustand oder eine Situation stört, dann ändere den Zustand oder die Situation“

und

„Wenn du jedoch den Zustand oder die Situation nicht ändern kannst, dann ändere deine Einstellung.“

So jetzt kommt es, wir ändern unsere Einstellung: „Unkraut ist was Tolles.“

Fangen wir an mit dem Taraxacum officinale oder gemeinhin bekannt als Löwenzahn:

Man kann ihn von oben bis unten verwerten. Aus den Knospen lassen sich falsche Kapern machen und die gelben Blüten lassen sich zu Löwenzahnsirup, Löwenzahnhonig oder Löwenzahnlikör verarbeiten. Mit den jungen Blätter kann man zu einen vitaminreichen Frühlingssalat zubereiten, die älteren Blätter kann man wie Petersilie verwenden. Geschält und gekocht kann man die Wurzeln essen. Warm ist es ein zartbitteres Gemüse, kalt isst man die Wurzeln mit Joghurtsauce als Rohkostsalat.

Das nächste Unkraut lieben besonders kleine Kinder sehr und auch ich, Bellis perennis im Volksmund das „Gänseblümchen“ genannt:

Auch mit diesen Blättern kann man Salate würzen. Mit den Köpfen oder einzelnen Blütenblättern kann man Salate oder Suppen garnieren und auch aromatisieren oder falsche Kapern herstellen Die Blüten peppen jeden Salat auf. Mein Favorit jedoch ist die Gänseblümchensalbe, sie wird ähnlich wie eine Ringelblumensalbe gemacht. Sie ist einfach toll für unsere Haut und sie wirkt Wunder bei Kindern, die sich nicht eincremen lassen wollen, wenn sie sich einmal heftig gestoßen haben. Wenn sie jedoch wissen woraus die Salbe gemacht ist, dann ist die Liebe zu der tollen Salbe vorprogrammiert.

Auch überall vertreten ist die Urtica dioica, besser bekannt als Brennnessel:

Sie eignet sich, man will es kaum glauben, als Spinatersatz, dafür werden junge Triebe blanchiert. Man kann auch eine Brennnesselsuppe zubereiten. Die jungen Triebe lassen sich auch zum Würzen von Salaten benutzen und die Brennnesselsamenkann man verwenden wie Sesam. Eine Delikatesse ist der Brennnesselsamenlikör!

Eine Tinktur (ein alkoholischer Auszug) aus der Brennnesselwurzel enthält einen wichtigen Wirkstoff, der bei Prostatabeschwerden eingesetzt wird.

Was jeder von uns kennt ist natürlich die Brennnesseljauche, die im Garten wahre Wunder bewirkt.

Ich habe die Brennnessel zwar nicht im Garten aber er wächst ja fast überall. Jedoch habe viele andere Wildkräuter im Garten. So den Sambucus nigra auch Schwarzer Holunder genannt.

Man kann aus den frischen Blütendolden Hollerkiachl machen. Mit einer Zucker- Zimtmischung wird eine beliebte Speise daraus. Aus den Blüten des Holler kann man Hollergelee, Hollersirup oder Hollersekt herstellen. Aus den Beeren kann man Marmelade, Sirup oder Kompott herstellen. Gerade in Infektionszeiten schätzt man die immun steigernde Wirkung des Holundersaftes.

Es gibt natürlich noch viele mehr „Unkräuter oder wie wir sie jetzt nennen, da wir unsere Einstellung geändert haben, WILDKRÄUTER“ und man kann aus allen was Tolles machen.

Also nicht mehr jäten, sondern ernten und Leute macht was aus euren Wildkräutern. Ich werde euch weiterhin mit ein paar Tipps und auch Rezepten informieren.

Vielen Dank fürs Lesen und viel Spaß und Freude bei eurer neuen Einstellung und natürlich beim Ernten und genießen der Wildkräuter.

Grüne Grüße sendet euch eure

Saaler Gartenfee (Ramona)

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Gänseblümchensalbe

Gänseblümchensalbe selber machen

Diese Gänseblümchensalbe ist ein altes Hausmittel gegen blaue Flecke!

die Zutaten

10 g Bienenwachs
100 ml Gänseblümchenöl (siehe weiter unten)

Zubereitung

Das Öl und das Wachs kommen in ein sauberes Glas. Dann erhitzt du es im Wasserbad und rührst beständig um.
Rühre langsam und vorsichtig, so können sich beide Zutaten gut vermischen.
Nach ca. 15 Minuten kannst du noch 12 Tropfen Rescue von den Bachblüten hinzu geben und füllst dann die noch flüssige Salbe in kleine Gläschen um.
Nach einiger Zeit wird die Salbe fest.

Das Gänseblümchenöl

Zutaten

1 Handvoll Gänseblümchen
200 ml pflanzliches Öl (Olivenöl)

Zubereitung

Gib die Gänseblümchen in ein Schraubglas.
Übergieße nun mit dem Öl, alles sollte mit Öl bedeckt sein und verschließe dann das Glas gut.
Stelle das Glas vier Wochen lang in die Küche.
Wichtig: Es darf keine direkte Sonne abbekommen.
Schüttle das Glas jeden Tag.
Nach vier Wochen seihst du das Öl ab.

Nun hast du einen Ölauszug der Gänseblümchen und das Basisöl für deine Gänseblümchensalbe.

Kräuter ins Freie oder vorziehen

Jetzt ist es eine gute Zeit den Lavendel, von unserer Jahreshauptversammlung, ins Freie zu pflanzen. Auch Kräuter wie z.B. Estragon, Liebstöckel, Pfefferminze, oder Salbei können kältere Temperaturen der Nacht aushalten.

Die anderen wärmeliebenden Kräuter wie Basilikum,Thymian und Majoran sollten noch geschützt im Topf im Gewächshaus oder unter Folie auf die warmen Temperaturen im Mai warten.

Natürlich kann man jetzt auch schon einige Kräuter im Freien aussähen. 

Empfehlenswert sind hier die einjährigen Kräutern wie Dill, Rucola, Portulak oder Kresse. Um die kühlen Nächte gut zu überstehen sollten der Same und die Sämlinge noch mit einem Gartenflies abgedeckt werden.

Haltet die Kräuter immer feucht und locker.

Kräuter sind bei den Bienen sehr beliebt. Daher kann man als Beeteinfassung oder zu Beginn eines Beetes gut die verschiedenen Kräuter ansäen und lockt so die Bienen und andere Insekten an.

Später wenn es darum geht die Bohnen anzusäen sollten sie auch Bohnenkraut parat haben oder schon am Beet angesät haben, da sie sich gegenseitig positiv beeinflussen.

Tomaten lieben Basilikum und Petersilie. Das passt dann auch gut zu Tomate mit Mozzarella! 😉

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Das Erdbeerbeet

Nun beginnt der April und die Arbeiten im Garten haben sicher schon bei allen begonnen. Das Erdbeerbeet sollte nun auch unsere Fürsorge bekommen.

  1. Beginne damit dass du alle alten und welken Blätter entfernst, auch die Fruchtmumien müssen weg.
  2. Dann musst du die Erde auflockern und ggf. den Mulch vom Vorjahr einharken. Sei dabei vorsichtig da die Erdbeeren Flachwurzler sind. 
  3. Es versteht sich von selbst, dass da auch gleich das Unkraut mit entfernt wird.
  4. Nun kannst du mit Erdbeerdünger oder reifen Mist düngen.
  5. Spinat ist eine gute Saat die als Mischkultur zwischen die Erdbeerreihen gesät werden kann. Warum versuchst du nicht mal einen Erdbeerspinat (den gibt des wirklich)  anzusähen. Der Erdbeerspinat ist eine sehr robuste und ursprüngliche Sorte. Er schmeckt ausgezeichnet und enthält nicht so viel Oxalsäure.
  6. Auch das Zwischenstecken von Knoblauch innerhalb der Reihen eignet sich als Mischkultur um die Erdbeerfäule abzuhalten.
  7. Eine Mulchschicht als Abschluss dann braucht man sich nur noch auf die Bienen und eine leckere Erdbeerernte freuen.

 

Bauanleitung Frühbeet

Ab einem gewissen Zeitpunkt im Jahr kann es das Gartenherz nicht mehr erwarten loslegen zu dürfen. Und der frühe Start ist nur möglich mit einem Frühbeet.

Wenn es dir jedoch so geht wie mir und du nur einen kleinen Garten hast, mit wenig Beetfläche, muss das Frühbeet auch wieder weg sobald die Temperaturen in die Höhe klettern. Meist ist dies bereits Mitte Mai der Fall, daher stehen solche Frühbeete nicht so lange. Wenn es dann abgebaut wird, sollte es auch noch sehr platzsparend zu lagern sein. Auch ich habe nicht so viel Platz im Schuppen, daher wieder weg damit.

Und noch etwas sehr Wichtiges dabei ist, dass sich die Kosten in Grenzen halten sollten. Aus diesem Grund kommen die meisten fertigen Angebote für mich nicht in Frage. Desweiteren versuche ich meist Sachen, die ich bereits zuhause habe zu verwenden, um dem alten Material einen neuen Nutzen zu geben und nicht einfach gleich etwas Neues zu kaufen.

Mein Hochbeet zum Beispiel wurde aus dem Mauerwerk erstellt, welches ich bei der Renovierung meines Hauses rausgebrochen habe. Genau gesagt ist mein jetziges Hochbeet früher mal meine Wohnzimmerwand gewesen.

Unter Berücksichtigung aller dieser Gesichtspunkte habe ich mich für einen selbstgebauten Folientunnel entschieden, der jetzt über meinem Hochbeet thront. Er ist sicherlich nicht so schick wie andere gekaufte Frühbeete, aber dafür musste ich nichts anschaffen um Ihn zu bauen.

Gartenfees Frühbeet

Für diesen Folientunnel habe ich folgende Materialien verwendet:

  • Baustahl, welcher bei mir von Umbau übrig blieb: l= 3,00 m ø 8 mm (größere Durchmesser werden schwer zu Biegen)
  • Schnur oder auch Draht (egal welche was man halt so zuhause hat)
  • Bindedraht
  • Zange für den Bindedraht
  • Bolzenschneider zum Anpassen des Baustahls
  • Gewächshausfolie bei mir hat eine Rolle 6 m x 2 m gereicht
  • Erdanker

Als erstes habe ich das Grundgerüst erstellt indem ich auf einer Seite des Hochbeets mehrere 3,00 m lange Stäbe ca. 0,6 m in die Erde reingesteckt habe.  Wie viele du benötisgt das hängt von der Länge deines Hochbeets ab. Auch die Länge der Stäbe hängt von der Breite und dem gewünschten Bogen ab. Anschließend habe ich jeden Stab gebogen und auf der gegenüberliegenden Seite ebenfalls 0,6 m in die Erde gesteckt.

Dann habe ich alte U-Bügel in der Mitte des ersten und letzten Bogens eingebaut. Damit die ganze Konstruktion stabil wird, habe ich mit einer Maurerschnur alle Bögen miteinander verknotet. Wichtig hierbei ist auch immer den U-Bügel (könnte aber auch ein Stock, Erdhacken oder irgendwas Anderes sein, bin einfach kreativ…) mit zu verknoten, anderenfalls kann alles wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Dies mache ich jedoch nur auf einer Bogenseite damit der Tunnel von der anderen Seite her zu öffnen ist, um Gemüse einbauen und auch gießen zu können.

Solltest du keinen Baustahl zuhause rumliegen haben wie ich, keine Sorge du findest etwas, nimm einfach ein paar Haselnussstecken. Diese würde ich dann rechts und links ins Hochbeet stecken und dann in der Mitte oben zusammenbinden.

Nochmal bin einfach kreativ bei der Auswahl der Materialien.

Gartenfees Frühbeet

Wenn du dein Grundgerüst fertig hast, dann legst du die Gewächshausfolie einfach drüber. Sie soll überall am Boden aufliegen, dann schneidest du sie passend ab. Am besten macht man diese Arbeit zu zweit es geht aber auch allein. Wenn du es doch allein macht dann am besten an einem Tag mit wenig Wind arbeiten. – Du kannst dir sicher vorstellen warum.

Sobald die Folie liegt und abgeschnitten ist benötigst du den Bindedraht. Mit diesem wird oben in der Mitte des Bogens (Genau da wo auch die Schnur ist.) die Folie an dem Stahlbogen befestigt. Dazu einfach die Folie durchstechen und den Draht verdrehen.  Auch dies wieder nur auf der einen Seite machen, damit man die Folie noch hochklappen kann.

Um die Folie am Boden zu verankern kannst du wie ich, Baustahl einfach zwischen die Bögen und das Mauerwerk stecken und wenn du kein Mauerwerk hast, verankere die Folie einfach mit Heringen oder Erdankern.

An den Stirnseiten faltest du die Folie einfach sauber zusammen und verankerst auch dort gut im Boden. Die Folie sollt nochmal an dem U- Bügel mit Bindedraht befestigen werden. Aber Vorsicht wieder so arbeiten, dass du die Folie jederzeit wieder öffnen kannst um darunter zu arbeiten. Am besten beim Bauen immer wieder mal ausprobieren.

Jetzt noch Wunschgemüse einbauen, gießen und die Folie schließen FERTIG!

Gartenfees Frühbeet

Vielen Dank für´s Lesen und viel Spaß beim Bauen und vor allem viel Freude beim Ernten.

Grüne Grüße sendet euch eure

Saaler Gartenfee (Ramona)

Gartenzertifizierung

“Bayern blüht – Naturgarten”

Wo Natur im Garten ist, da fühlt sich der Mensch so richtig wohl. Der Garten ist ein Ort der Erholung und Entschleunigung für uns Menschen und noch viel mehr. Ein Naturgarten fordert eine lebendige Vielfalt von Lebensräumen, eine bunte Mischung vom Bau­ern­garten bis zur Blumenwiese und vom Trocken­biotop bis zum Gartenteich.

Zertifizierte Gartenbesitzer nutzen nur biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel und meiden den Einsatz von Torf. Sie setzen sich aktiv für einen viel­fältigen und belebten Haus- und Kleingarten ein. Hilfe durch eine Informationsbroschüre.

Die erfolgreiche Zertifizierung wird mit einem Schild belohnt. Die Kosten betragen für OGV Mitglieder 40 €.

Infos unter: https://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/veranstaltungen/215964/index.php

Anmeldung über die Vorstandschaft!

Protokoll des Vortrags zum Bienensterben

Frau Dr. Miriam Stock stellte sich als Biologin mit dem Forschungsschwerpunkt des Artensterbens der Bienen vor.

Die Honigbiene und die Wildbienen sind die wichtigsten Insekten in unseren Gärten. Seit Jahren sind die Populationen der Honigbienen und der Wildbienen jedoch einem starken Bienensterben ausgesetzt.

Die Honigbiene ist aus dem Leben der Menschen nicht wegzudenken, jedoch ist der Bestand der Bienen seit Jahren in Gefahr. Seit einiger Zeit kommt es periodisch und flächendeckend zu einem bedrohlichen Rückgang von Bienenvölkern. Im Winter 2005 gab es in den USA ein mysteriöses Massensterben, dem rund 80 Prozent aller Bienen zum Opfer fielen. Auch in Deutschland waren in den vergangenen 10 bis 15 Jahren signifikante Rückgänge bei Bienenvölkern zu beobachten.

Grafik: http://www.bee-careful.com/de/initiative/warum-sind-bienen-so-wichtig/ 

Die Ursache bei den Imkern in USA ist mit Sicherheit die Art der Haltung und die mit der großen Anzahl der Völker eine schnell zu erwartende Inzucht.
Um die riesigen Plantagen zu bestäuben, werden auf 20 t Lastern hunderte von Bienenvölkern in die Felder gestellt. Durch die Nähe der einzelnen Völker ist es ein Leichtes für die Vermehrung von Schädlingen und der Ansteckung der anderen Völker. Durch die einseitige Ernährung wird das Immunsystem der Bienen geschwächt.  Auch die Inzucht schwächt das Immunsystem.

Die nebenstehende Grafik zeigt sehr deutlich den Rückgang der Bienenvölker in Deutschland.

Gab es 1950 über 2,5 Mio. Völker sind es in 2010 nur noch 0,6 Mio

Grafk: https://bienesuchtbluete.files.wordpress.com/2014/11/anzahl-bienenvoelker_141205.jpg

Eine alleinige Ursache für den Rückgang der Bienenvölker konnte noch nicht ausgemacht werden – es gibt noch viel Arbeit für die Forschung.

Bei den Wildbienen sieht die Situation noch schlimmer aus. Da sich der Imker bei Erkrankungen um die Gesundheit der Bienen kümmern kann, stehen die Wildbienen alleine da.

Mit dem Bienensterben kommt es auch zu einem Einbruch der Ernten.
Hier ein Schaubild:
http://www.bee-careful.com/site_media/uploads/warum-sind-bienen-wichtig.png

Neben Kuh und Schein ist die Biene das 3. wichtigste Nutztier in der Landwirtschaft.

Grafik: http://www.bee-careful.com/site_media/uploads/bienen-sind-wichtg-2.png

 Was bei aller Information über das Bienensterben meist nicht gesagt wird ist noch weit ärger. Es handelt sich um eine Verknappung des Saatgutes. Damit wir Karotten säen können bedarf es der Befruchtung der Karottenblüte, um Samen zu gewinnen.

Was sind nun die Ursachen des Bienensterbens?

Es scheint sich um 3 wesentliche Problemfelder zu handeln.

Varroamilbe 

In der Regel kommt ein gesundes Bienenvolk mit den meisten Krankheiten zurecht. Die Varroamilbe jedoch befällt die Bienen und kann sie stark schwächen. Der winzige Parasit vermehrt sich auf der Brut, ernährt sich vom Blut der Bienen und überträgt über die Bisswunden weitere Krankheitserreger, sodass sich besonders gefährliche Viren-Varianten verbreiten und viele Völker schnell auslöschen.

Um einer Inzucht vorzubeugen benötigt es frisches Blut. Durch Einfuhr von weit entfernten Ländern erhoffte man sich einer Inzucht erfolgreich entgegen zu treten. Leider waren die Bienen in Indonesien mit dieser Varroamilbe infiziert. Heute ist nur noch Australien von der Varroamilbe verschont.

Unterernährung und Fehlernährung

Der zunehmende Aufbau von Monokulturen und die Reduktion von landwirtschaftlichen Flächen vermindert die Vielfalt des Nahrungsangebots für Bienen. Wie auch wir Menschen brauchen Bienen eine vielseitige Ernährung – das macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten.

Der Einsatz von Pestiziden in der Agrarwirtschaft macht den Bienen ebenfalls zu schaffen. Diese Giftstoffe wirken sich nicht nur auf den Honig aus, sondern beeinflussen darüber hinaus das Nervensystem der Insekten und ihre natürliche Orientierungsfähigkeit (Beeinträchtigung der Lernfähigkeit) und können ihre Lebensdauer und Fortpflanzung beeinträchtigen.

Trachtlücken

= Lücken in der Nahrungsversorgung für die Bienen.

Oft blühen die einseitig angepflanzten Nutzpflanzen nur kurze Zeit und lassen die Bienen das restliche Jahr über Hunger leiden. Auch private „ordentliche“ grüne Gärten ohne Blumen oder nur mit Zierpflanzen bieten unseren Bienen keine Nahrung. 
Gerade die Gärten, Balkone können helfen diese Trachtlücken zu schließen. Wenn wir den Bienen entsprechendes Futter zur Verfügung stellen können die Hungerphasen geschlossen werden.

Ein Blühkalender (Trachtkalender) ist hier sehr hilfreich. Siehe hier!

Besonders die beliebten Küchenkräuter sind hier zu erwähnen und sie können selbst auf einem kleinen Balkon gut gezogen werden.

Als Daumenregel für gute Trachtpflanzen gilt:

  • viele Blüten (auch an die Korbblütler denken)
  • aromatische Blüten (à Kräuter)
  • offene Blüten

Keine Trachtpflanzen sind

  • windbestäubte Pflanzen (Gräser, Gertreide, ect.)
  • nicht einheimische Pflanzen (Magnolie, Forsythie …)
  • Schmetterlings- und Käferpfanzen wie z.B. der Holunder

Natürlich tragen, wie oben bereits beschrieben, auch die Pestizide zum Sterben der Bienen bei. Glyphosat ist in aller Munde, aber keiner denkt dabei daran, dass die Ameisen-Köderdosen und das Ameisenpulver ebenfalls die Bienen anlocken und sie töten.

Wie sollte der bienenfreundliche Garten aussehen?

  • einen Blumenwiese
  • einen Blühstreifen im Rasen
  • ein Insektenhotel (Bohrung in der Rinde, 2-8 mm groß, keine Ziegelsteine, und keine ausgefransten Schliffrohre, Zapfen.
    Damit aus dem Insektenhotel keine Insektenrestaurant wird sollte das Schutzgitter einen Abstand zu den Löchern haben, da sonst die Vögel die Tiere leicht herauspicken können.
  • Die Blühstände sollten im Herbst nicht abgeräumt werden, sondern als Unterschlupf für die Insekten bis zum Frühling verbleiben.
  • Wasserpfützen helfen besonders bei den trockenen Sommer, dass sich die Insekten laben können.

Auch sollte man die allgemeinen Regeln des Umweltschutzes beachten!

Damit endete der hervorragende Vortrag.

Wer noch mehr Informationen möchte kann sich auf der Seite
http://www.bee-careful.com
umsehen.

Neuwahl

Wie sie der Seite Vorstandschaft entnehmen können haben wir eine neue Vorstandschaft. Die meisten Mitglieder der Vorstandschaft sind neu.

Daher geht mein Aufruf an alle Mitglieder des OGV Saal: “Helft mit, denn nur gemeinsam ist ein Verein stark!”

Ein Verein wird nicht von den Mitgliedsbeiträgen getragen, sondern von den Mitgliedern selbst. Jeder einzelne kann und hat seinen Beitrag zur Gemeinschaft zu tragen. Das kann tatkräftig als Gerätewart sein oder man kann langjähriges Wissen einbringen, das einen Verein vorwärts bringt.

Steht uns weiterhin bei. Wir nehmen gerne und dankbar jede Idee, jede Vorstellung und jeden Gedanken auf der uns hilft dem Verein wieder zu Größe und Kraft zu bringen.

Du bist gefragt – denn nur du kannst uns helfen!

Franz Seidl

 

Jahreshauptversammlung

Ein offenes Wort zur Jahreshauptversammlung am 6. Aprl um 15:00 Uhr mit Neuwahlen.

Es ist sicher nicht leicht sich zu entscheiden ein Ehrenamt zu übernehmen. Dennoch lebt die Gemeinschaft von, mit und durch die Vereine. Verantwortung in einer Vorstandschaft fordert auch Zeit, sicher der Partner die Partnerin muss das mittragen.

  • Doch diese Arbeit bringt auch etwas Respekt in der Gesellschaft ein.
  • Es gibt eine gewisse Befriedigung etwas geschaffen zu haben,
  • mitgewirkt zu haben am Ort in der Gesellschaft in der wir uns tagtäglich begegnen.
  • Das Leben in und mit der Gemeinschaft zu gestalten.
  • Gerade im Alter wird man von vielen Menschen nicht mehr wahrgenommen doch steckt gerade im Alter viel Wissen, das der Jugend verloren geht, wenn wir sie ihnen nicht weitergeben und es gibt sie die Jugend die das gärtnern wieder entdecken möchte. 

Sei aktiv dabei dein Leben und das Leben in Saal zu zu gestalten und zu formen.

Wir brauchen dich – Sei dabei! Melde dich bei uns 80255 für ein Ehrenamt.
1. oder 2. Vorstand, Beisitzer, Gerätewart oder einfach nur als Pflanzenexperte für die Stammtische, die Infoveranstaltungen. Gib dein Wissen weiter an die jüngere Generation. Zeige deine Talente.

Es kann doch nicht sein, dass man im Fernsehn den Menschen zeigen muss wie man einen Samen in die Erde steckt, ihn gießt und daraus ein Kräutlein wachsen lässt. Bücher über den Anbau von Kräutern oder Gärtnern auf den Balkon, mit einfachsten Anleitungen, sprießen wie Schwammerln aus dem Boden. 
Sind wir denn in “unserer Entwicklung” schon so weit gesunken, dass wir die einfachsten Dinge des Lebens nur noch in “einer Einsamkeit”  aus dem Internet, dem TV und bunten Büchern lernen.

Komm zum OGV lerne mit uns und gestalte mit uns! Das Leben bietet so viel, finde es!

Der Kassier Franz Seidl

Was im Garten wachsen kann

Vor kurzem bin ich von einem Mitglied des OGV Saal gefragt worden, ob ich nicht ein paar besondere Blumen fotografieren möchte.

Ja schon habe ich gesagt und dann war ich verwundert was ich zu sehen bekam.

Knabenkraut 
eine heimische Orchidee

        

Frauenschuh

                 

Iris

        

Copyright aller Bilder bei Fotostudio Daniela Lange
Mehr Bilder auf Die Kunst des Moments

weitere herrliche Blüten

        

        

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